Reiterpass

Ziel:
Ausbildungsziel des Vorbereitungslehrganges ist es, durch Vermittlung grundlegender Kenntnisse und Fähigkeiten für mehr Sicherheit und Übersicht beim Ausreiten zu sorgen und das Bewusstsein und die Mitverantwortung des Reitpass-Anwärters für den schonenden Umgang mit Natur, Umwelt und Belange anderer Erholungssuchender zu schulen und zu fördern.
Wer ist für den Lehrgang/zur Prüfung zugelassen?
Der Lehrgangsleiter muss im Vorfeld die Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen jedes Teilnehmers gemäß APO überprüfen. Es ist keine Wartezeit nach dem Basispass Pferdekunde bzw. Reitabzeichen 7 und 6 zur Teilnahme am Lehrgang und Prüfung erforderlich.
Zugelassene Teilnehmer
Eine körperliche und geistige Mindestreife (siehe §28 Straßenverkehrsordnung) und ein angemessenes reiterliches Können müssen gegeben sein. Der Bewerber muss in der Lage sein, ausreichend auf sein Pferd einwirken zu können, gefährliche Situationen zu erkennen, richtig einzuschätzen und entsprechend zu handeln. Der Bewerber muss den "Basispass Pferdekunde" oder die "Reitabzeichen 7 und 6 "besitzen, Mitgliedschaft in einem Pferdesportverein, der an einem FN angeschlossenen Verband angehört und am Vorbereitungslehrgang teilnehmen.
Zugelassene Pferde
4-jährige und ältere Pferde, die den Anforderungen entsprechen. Die Pferde müssen einzeln und in der Gruppe sicher gehen und im Straßenverkehr scheufrei sein. Maximal zwei Teilnehmer dürfen das selbe Pferd nehmen.
Welche Ausrüstung ist erlaubt?
Grundsätzlich muss die Ausrüstung den Regeln der Reitlehre und den Grundsätzen der Unfallverhütung und des Tierschutzes entsprechen.
Ausrüstung der Teilnehmer
Ein bruch- und splittersicherer Reithelm mit Drei- bzw. Vierpunktbefestigung (empfohlen wird die europäische Norm "EN 1384") ist für alle Bewerber. Dies gilt auch für Westernreiter in stilechter Ausrüstung.Das Tragen einer Sicherheitsweste wird empfohlen. Beim Überwinden von festen Hindernissen sollte die Sicherheitsweste obligatorisch sein.
Ausrüstung der Pferde
Zäumung auf Trense. Es wird empfohlen, die erforderliche Zäumung unter Tierschutzaspekten mit den Lehrgangsteilnehmern vorab zu besprechen. Als Hilfszügel ist nur das gleitende  Ringmartingal zulässig.

Da es sich um eine reitweisenübergreifende Ausbildung handelt, ist grundsätzlich auch die für die anderen Reitweisen obligatorische Ausrüstung zugelassen. Für den Westernreiter gilt die Ausrüstung laut gültigem EWU Regelbuch. Zügelführung auf Bit: Arbeitshaltung ist erlaubt. Gleitendes Ringmartingal auf Trense erlaubt, kein Bosal. Im Westernsattel Hinternisse bis maximal 0,30m (EWU Regelbuch: www.westernreiter.com/turniersport)
Welches Lehrmaterial bietet Hilfestellung?
Als Lehr- und Prüfungsmaterial werden empfohlen:

  • "Reiterpass" offizielles Prüfungslehrbuch der FN
  • "Fragen und Antworten Reitpass und Basispass Pferdekunde", Karteikärtchen und Antwortheft

Alle Produkte können beim FN - Verlag bezogen werden.
Praxis:

  • Vorbereiten des Pferdes zum Ausritt - Putzen, Zäumen und Satteln
  • Vormustern des gezäumten Pferdes analog Verfassungsprüfung
  • Reiten in allen Gangarten - Kolonnenreiten (nebeneinander, überholen, gegeneinander) Einzelgalopp von Punkt zu Punkt, Wegreiten von der Gruppe
  • (Überwinden kleiner natürlicher Hindernisse (z.B. Kletterstelle, Wassereintritt))
  • Staßenüberquerung
  • Versorgen des Pferdes bei Rast oder Unfall
  • Auf Wunsch des Bewerbers zusätzlich Springen im Gelände von 4 festen Hindernissen (bis zu 0,80m hoch)

Theorie (Stationsprüfung)

  • Grundkenntnisse der Reitlehre, (Sitz, Hilfen, Gangarten - reitweisenübergreifend)
  • Grundkenntnisse der Pferdehaltung (Pflege, Fütterung, Tränken, Anzeichen von Krankheiten, Giftpflanzen)
  • Unfallverhütung (Ausrüstung von Reiter und Pferd, Verladen, Anbinden)
  • Erste Hilfe für Reiter und Pferd (Verhalten bei Unfällen und akuten Krankheiten des Pferdes)
  • Reiten im Straßenverkehr (Reiten im Verband, Verkehrsregeln)
  • Reiterliches Verhalten und Umweltschutz (Begegnung mit Fussgängern, Rücksicht auf Forst- und Landwirtschaft)
  • Rechtsvorschriften (Tierschutzgesetz, Tierhalterhaftung und - versicherung, Straßenverkehrsrecht, Reiten im Feld und Wald (hier speziell auch auf das Reitrecht in dem betreffenden Bundesland vertiefend einzugehen ("Wo darf ich reiten?"

Während der Paxis- Prüfung reitet ein Richter mit.

  • Beide Prüfungsteile müssen bestanden werden.
  • Das Prüfungsergebnis lautet "bestanden" oder "nicht bestanden"
  • Sollte ein Prüfungsteil nicht bestanden werden, kann die Prüfungskommission über die Anrechnung des bestandenen Prüfungsteils entscheiden.
  • Sollten beide Prüfungsteile nicht bestanden werden, wird zu Wiederholung der Prüfung eine Wartezeit von drei Monaten empfohlen.

Lehrbuch: Reitpass FN-Abzeichen - ISBN: 3-88542-361-8
               Fragen & Antworten FN-Abzeichen - ISBN: 978-3-88542-472-7

 

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  • Hüberäcker 1
    71642 Ludwigsburg

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